Wenn die Propheten aufständen in Nacht der Menschheit wie Liebende, die das Herz des Geliebten suchen,   Nacht der Menschheit würdest du ein Herz zu vergeben haben? Nelly Sachs       PROGRAMM MAI    03.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                               Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117                                            LECTURES mit Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Kapfhammer Religiöser Fundamentalismus - religiös mitmotivierte Gewalt: ... was kann eine psychiatrische Perspektive beitragen?  LECTURES mit Professor Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik                                                                              SEIN ZEICHEN ÜBER MIR HEISST LIEBE. Der vierfache Sinn des Hohelieds. Liebe – die transformierende Kraft in Beziehung und Gesellschaft.  Begegnung und Gespräch mit Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller      10.05.2018  I   13:00 - 18:00                                                                                                            Gemäldegalerie am Kulturforum, 10785 Berlin      1. PERFORMATIVE AKTION    JAKOB RINGT MIT DEM ENGEL von Rembrandt Harmensz van Rijn und werde es auf ihr Herz schreiben (Jer 31,33) Bildbetrachtung.  Amina Avdovic Bildbetrachtung.  Hannes Langbein Bildbetrachtung.  Angela Krauß Rezitation. Sarah Schattkowsky  Begegnung.  Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller und Amina Avdovic  Ausgehend von einer Bildbetrachtung Rembrandt Harmensz van Rijns Jakob ringt mit dem Engel (in der Gemäldegalerie am Kulturforum) sowie der Textgrundlage der Bildpredigtperformance umnachtungen werden die Poetin Angela Krauß, der Theologe Hannes Langbein und die Islamwissenschaftlerin Amina Avdovic über den ästhetischen Gestaltungswillen sprechen. Denn das Bild, auch das innere Wahrnehmungs- und Gedächtnisbild, hat zwei Seiten, es zeigt, doch es verhüllt zugleich. Ja, es kann mitunter offenbaren aber nicht zuletzt eben auch täuschen. Die sichtbaren Bilder sind zwiespältig, sind dergestalt: orientierend und führend oder täuschend und irreleitend. Diese Performative Aktion, Szenen des Heiligen, eine BildundSprachbegegnung, in der Gemäldegalerie am Kulturforum setzt neue Akzente in der biblischen Hermeneutik. Durch künstlerische Verdichtung bringt sie die komplexen bzw. disparate Vielstimmigkeit biblischer Quellen wieder zu einem brüchigen Ganzen, zu einem ästhetisch und spirituell anregenden und herausfordernden Zusammenklang zusammen. Dabei wird umnachtungen – einer Collage gleich – insbesondere die integrativen Kräfte der poetischen Form nutzen, um Text und Bild in ihrer beider fragilen Schönheit zur Geltung zu bringen. Wissenschaftliche Textarbeit und künstlerische Verdichtung gehen so in einer Art Archäologie der biblischen Stimmenvielfalt Hand in Hand. Es geht um eine neue Kraft der Wahrnehmung – durch praktische Einübung. Andreas Feldtkeller und Amina Avdovic werden das gemeinsame Gespräch moderieren.   Unkostenbeitrag (Broschüre etc. 5,00/10,00) Über Spenden freuen wir uns.       17.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                               Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117   LECTURES mit Rosa Coco Schinagl, Theologin                                                                                         DIESER SATZ TRAF MICH MITTEN INS HERZ, ALSO DARF ICH IHN DOCH HABEN. Liebe als philosophisch-theologisches Konzept in Hannah Arendts Denken.  Hannah Arendt wird meist mit ihren politischen Theorien und ihrem Eichmann-prozessbericht in Verbindung gebracht. Unbekannt sind ihre Überlegungen über die Liebe und das Konzept des ‘Zwischen’ bei uns Menschen. Diese Konzepte stehen in engem Zusammen-hang mit ihren Überlegungen zur Handlungstheorie, Pluralität oder Menschenrechte und zeigen auf, wie ganzheitlich, komplex und interdisziplinär Gesellschaftstheorien sein müssen, um die Welt (neu) zu gestalten. Im Mittelpunkt immer der Mensch und dir Frage: In was für einer Welt wollen wir eigentlich leben? Gemeinsam mit Hannah Arendts Konzepten näheren wir uns dieser Fragestellung.     LECTURES mit Dr. Dr. Teresa Forcades i Villa, Ärztin, Theologin, Nonne und Aktivistin.                             DIE TRANSVERBERATION DER TERESA VON AVILA. Die Durchbohrung ihres Herzens. Teresa von Avila, Ordensgründerin, Mystikerin, Kirchenlehrerin. Ihre bekannteste Vision ist die ’Durchbohrung des Herzens‘, die Transverberation. In ihrem Buch der "Erbarmungen des Herrn” beschreibt Teresa von Avila eine mystische Erfahrung, die als Transverberation, Durchbohrung des Herzens, berühmt geworden ist: “Ich sah neben mir, gegen meine linke Seite zu, einen Engel in leiblicher Gestalt … Er war nicht groß, sondern klein und sehr schön … In den Händen des mir erschienenen Engels sah ich einen langen, goldenen Wurfpfeil, und an der Spitze des Eisens schien mir ein wenig Feuer zu sein. Es kam mir vor, als durchbohre er mit dem Pfeil einigemal mein Herz bis aufs Innerste, und wenn er ihn wieder herauszog, war es mir, als zöge er diesen innersten Herzteil mit heraus. Als er mich verließ, war ich ganz entzündet von feuriger Liebe zu Gott.”  Begegnung und Gespräch mit Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller                                                                                                                                                                                                  24.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                                 Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117                                            LECTURES mit Nicola Hernadi, Tibetische Buddhistin                                                                                  DAS HERZSUTRA. Das Herz-Sutra oder Sutra der höchsten Weisheit gehört zu den bekanntesten buddhistischen Mahayana-Sutras. Es gehört zu den kürzesten der Prajnaparamita-Texte und gilt als ihre Essenz.  LECTURES mit Shri Sarvabhavana, Religionsgelehrter und Mystiker                                                             3. DER LIEBENDE GOTT. Herzdenken in den vedischen Schriften. BG 15.15. Ich weile im Herzen jedes Lebewesens, und von mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen; wahrlich, Ich bin der Verfasser des Vedānata, und ich bin der Kenner der Veden.  Begegnung und Gespräch mit Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller      31.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                                 Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117  3. PERFORMATIVE AKTION   LECTURES mit Pater Johannes Hauck, Benediktinerkloster Niederaltaich, Niederbayern        GLÜCKSELIG, DIE REINEN HERZENS SIND, DENN SIE WERDEN GOTT SCHAUEN (Mt 5,8).                       Zur Spiritualität des Herzens in der Heiligen Schrift - im Mönchtum - im Alltag heute.  LECTURES mit Shri Sarvabhavana, Religionsgelehrter und Mystiker                                                               4. DER LIEBENDE GOTT. Herzdenken in den vedischen Schriften. BG 18.61. O Arjuna, der Höchste Herr weilt im Herzen eines jeden und lenkt die Wege aller Lebewesen, die im Körper wie auf einer Maschine aus materieller Energie sitzen.  BEGEGNUNG mit Prof. Dr. Andreas Feldtkeller                                                                                                  Pater Johannes Hauck, aus der Benediktinerabtei Niederaltaich, wird einen Überblick zur Spiritualität des Herzens in der Heiligen Schrift - im Mönchtum - im Alltag heute, skizieren. Unter Ausschluss potentieller Störungen untersuchten die Asketen genau, was das Herz bewegt, was es trübt und lähmt und was es wirklich beflügelt, um so – reinen Herzens – der beseligenden Schau Gottes (Theoria, Visio Dei), der ungetrübten Gemeinschaft mit Ihm, der Vergöttlichung gewürdigt zu werden. Im Zuge dieser praktischen Theologie, die Geist, Herz/Seele und Leib des Menschen verbindet, hat sich auch das Herzensgebet entwickelt. Beides, das Herzens- oder Jesusgebet und die Weisheit der Wüstenväter, erfuhren eine Renaissance – denn sie können auch heute Orientierung und Hilfe für ein spirituelles Leben sein.                          

 

Wenn die Propheten aufständen in Nacht der Menschheit wie Liebende, die das Herz des Geliebten suchen, Nacht der Menschheit würdest du ein Herz zu vergeben haben? Nelly Sachs

 

PROGRAMM MAI

03.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                               Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117                                           LECTURES mit Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Kapfhammer
Religiöser Fundamentalismus - religiös mitmotivierte Gewalt:
... was kann eine psychiatrische Perspektive beitragen?

LECTURES mit Professor Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik                                                                              SEIN ZEICHEN ÜBER MIR HEISST LIEBE. Der vierfache Sinn des Hohelieds. Liebe – die transformierende Kraft in Beziehung und Gesellschaft.

Begegnung und Gespräch mit Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller

 

10.05.2018  I   13:00 - 18:00                                                                                                          Gemäldegalerie am Kulturforum, 10785 Berlin   

1. PERFORMATIVE AKTION   
JAKOB RINGT MIT DEM ENGEL von Rembrandt Harmensz van Rijn
und werde es auf ihr Herz schreiben (Jer 31,33)
Bildbetrachtung.  Amina Avdovic
Bildbetrachtung.  Hannes Langbein
Bildbetrachtung.  Angela Krauß
Rezitation. Sarah Schattkowsky

Begegnung.  Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller und Amina Avdovic

Ausgehend von einer Bildbetrachtung Rembrandt Harmensz van Rijns Jakob ringt mit dem Engel (in der Gemäldegalerie am Kulturforum) sowie der Textgrundlage der Bildpredigtperformance umnachtungen werden die Poetin Angela Krauß, der Theologe Hannes Langbein und die Islamwissenschaftlerin Amina Avdovic über den ästhetischen Gestaltungswillen sprechen. Denn das Bild, auch das innere Wahrnehmungs- und Gedächtnisbild, hat zwei Seiten, es zeigt, doch es verhüllt zugleich. Ja, es kann mitunter offenbaren aber nicht zuletzt eben auch täuschen. Die sichtbaren Bilder sind zwiespältig, sind dergestalt: orientierend und führend oder täuschend und irreleitend. Diese Performative Aktion, Szenen des Heiligen, eine BildundSprachbegegnung, in der Gemäldegalerie am Kulturforum setzt neue Akzente in der biblischen Hermeneutik. Durch künstlerische Verdichtung bringt sie die komplexen bzw. disparate Vielstimmigkeit biblischer Quellen wieder zu einem brüchigen Ganzen, zu einem ästhetisch und spirituell anregenden und herausfordernden Zusammenklang zusammen. Dabei wird umnachtungen – einer Collage gleich – insbesondere die integrativen Kräfte der poetischen Form nutzen, um Text und Bild in ihrer beider fragilen Schönheit zur Geltung zu bringen. Wissenschaftliche Textarbeit und künstlerische Verdichtung gehen so in einer Art Archäologie der biblischen Stimmenvielfalt Hand in Hand. Es geht um eine neue Kraft der Wahrnehmung – durch praktische Einübung. Andreas Feldtkeller und Amina Avdovic werden das gemeinsame Gespräch moderieren.

Unkostenbeitrag (Broschüre etc. 5,00/10,00) Über Spenden freuen wir uns.

 

17.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                               Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117

LECTURES mit Rosa Coco Schinagl, Theologin                                                                                         DIESER SATZ TRAF MICH MITTEN INS HERZ, ALSO DARF ICH IHN DOCH HABEN. Liebe als philosophisch-theologisches Konzept in Hannah Arendts Denken.

Hannah Arendt wird meist mit ihren politischen Theorien und ihrem Eichmann-prozessbericht in Verbindung gebracht. Unbekannt sind ihre Überlegungen über die Liebe und das Konzept des ‘Zwischen’ bei uns Menschen. Diese Konzepte stehen in engem Zusammen-hang mit ihren Überlegungen zur Handlungstheorie, Pluralität oder Menschenrechte und zeigen auf, wie ganzheitlich, komplex und interdisziplinär Gesellschaftstheorien sein müssen, um die Welt (neu) zu gestalten. Im Mittelpunkt immer der Mensch und dir Frage: In was für einer Welt wollen wir eigentlich leben?
Gemeinsam mit Hannah Arendts Konzepten näheren wir uns dieser Fragestellung.

 

LECTURES mit Dr. Dr. Teresa Forcades i Villa, Ärztin, Theologin, Nonne und Aktivistin.                             DIE TRANSVERBERATION DER TERESA VON AVILA. Die Durchbohrung ihres Herzens. Teresa von Avila, Ordensgründerin, Mystikerin, Kirchenlehrerin. Ihre bekannteste Vision ist die ’Durchbohrung des Herzens‘, die Transverberation. In ihrem Buch der "Erbarmungen des Herrn” beschreibt Teresa von Avila eine mystische Erfahrung, die als Transverberation, Durchbohrung des Herzens, berühmt geworden ist: “Ich sah neben mir, gegen meine linke Seite zu, einen Engel in leiblicher Gestalt … Er war nicht groß, sondern klein und sehr schön … In den Händen des mir erschienenen Engels sah ich einen langen, goldenen Wurfpfeil, und an der Spitze des Eisens schien mir ein wenig Feuer zu sein. Es kam mir vor, als durchbohre er mit dem Pfeil einigemal mein Herz bis aufs Innerste, und wenn er ihn wieder herauszog, war es mir, als zöge er diesen innersten Herzteil mit heraus. Als er mich verließ, war ich ganz entzündet von feuriger Liebe zu Gott.”

Begegnung und Gespräch mit Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller

                                                                                                                                                                                               24.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                               Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117                                           LECTURES mit Nicola Hernadi, Tibetische Buddhistin                                                                                  DAS HERZSUTRA. Das Herz-Sutra oder Sutra der höchsten Weisheit gehört zu den bekanntesten buddhistischen Mahayana-Sutras. Es gehört zu den kürzesten der Prajnaparamita-Texte und gilt als ihre Essenz.

LECTURES mit Shri Sarvabhavana, Religionsgelehrter und Mystiker                                                             3. DER LIEBENDE GOTT. Herzdenken in den vedischen Schriften. BG 15.15. Ich weile im Herzen jedes Lebewesens, und von mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen; wahrlich, Ich bin der Verfasser des Vedānata, und ich bin der Kenner der Veden.

Begegnung und Gespräch mit Prof. Dr.  Andreas Feldtkeller

 

31.05.2018  I   16:15-17:45 / 18:00-19:30                                                                                               Theologische Fakultät der HU, Burgstraße 26, 10178 Berlin, Raum 117
3. PERFORMATIVE AKTION  
LECTURES mit Pater Johannes Hauck, Benediktinerkloster Niederaltaich, Niederbayern        GLÜCKSELIG, DIE REINEN HERZENS SIND, DENN SIE WERDEN GOTT SCHAUEN (Mt 5,8).                       Zur Spiritualität des Herzens in der Heiligen Schrift - im Mönchtum - im Alltag heute.

LECTURES mit Shri Sarvabhavana, Religionsgelehrter und Mystiker                                                               4. DER LIEBENDE GOTT. Herzdenken in den vedischen Schriften. BG 18.61. O Arjuna, der Höchste Herr weilt im Herzen eines jeden und lenkt die Wege aller Lebewesen, die im Körper wie auf einer Maschine aus materieller Energie sitzen.

BEGEGNUNG mit Prof. Dr. Andreas Feldtkeller                                                                                               

Pater Johannes Hauck, aus der Benediktinerabtei Niederaltaich, wird einen Überblick zur Spiritualität des Herzens in der Heiligen Schrift - im Mönchtum - im Alltag heute, skizieren. Unter Ausschluss potentieller Störungen untersuchten die Asketen genau, was das Herz bewegt, was es trübt und lähmt und was es wirklich beflügelt, um so – reinen Herzens – der beseligenden Schau Gottes (Theoria, Visio Dei), der ungetrübten Gemeinschaft mit Ihm, der Vergöttlichung gewürdigt zu werden. Im Zuge dieser praktischen Theologie, die Geist, Herz/Seele und Leib des Menschen verbindet, hat sich auch das Herzensgebet entwickelt. Beides, das Herzens- oder Jesusgebet und die Weisheit der Wüstenväter, erfuhren eine Renaissance – denn sie können auch heute Orientierung und Hilfe für ein spirituelles Leben sein.